Mensch aus Glas - für das geübte Auge

Wirtschaftsprofiler und Mentalist Mark T. Hofmann begeisterte Business Club-Gäste.

Johann Wolfgang von Goethe sagte es bereits vor rund 200 Jahren: „Man sieht nur, was man weiß!“ Wirtschaftsprofiler und Mentalist Mark T. Hofmann belegte mit einer Reihe praktischer Beispiele, dass der berühmte Spruch des großen deutschen Dichters und Denkers auch heute noch Gültigkeit besitzt. Parallel dazu zeigte er mit einer Kombination aus wissenschaftlichen Fakten und verblüffenden Inszenierungen, wie dieses Wissen vergrößert und damit Sehen und Erkennen erweitert werden können. Klingt nach schwerer Kost, war aber eine äußerst unterhaltsame, kurzweilige Veranstaltung des Brose Bamberg Business Clubs mit rund 100 Gästen in der BROSE ARENA: Infotainment inklusive Publikumseinbindung, plus wissenschaftliche Aspekte und ein Schuss Magie als Sahnehäubchen trafen den Geschmack des Publikums.

 

Den Menschen stellte Hofmann stets in den Mittelpunkt. Personalchefs und Vertriebsleute, aber auch Gäste, denen der Sinn nur nach einer niveauvollen Abendunterhaltung stand, kamen auf ihre Kosten. Lüge oder Wahrheit, Gedankenlesen, Psychologie der Beeinflussung, Grundtechniken des Überzeugens und Typerkennung waren Mark T. Hofmanns Ankerpunkte einer spannenden Präsentation.

 

Lügen müssen nicht immer schädlich sein, aber geübte Augen und Ohren können sie erkennen. Blinzeln, Pathos oder eine formale Sprache lassen den Wahrheitsgehalt der Worte schmelzen. Vorsicht ist auch geboten, wenn eine klare Frage nicht mit Ja oder Nein, sondern langatmig beantwortet wird. Gleiches gilt für die Wiederholung einer Fragestellung, denn der Herr oder die Dame versucht, sich in dieser Phase eine Antwort zurechtzulegen.

 

Nach dieser Buchung auf das Konto „Gute Tipps für den Alltag“ folgte das Szenario „Staunen, Wundern, Begeisterung“, mit dem Hofmann seinem Job-Titel Mentalist gerecht wurde. Buchstabenreiche Worte aus einem Buch erraten, Zahlen oder Städte in den Gedanken seiner Gäste lesen, das gelang Hofmann mit mehr oder weniger großer Anstrengung und dem Eingeständnis: “Mit manchen Menschen klappt das sehr gut mit anderen ist es schwierig.“

 

Beeinflussen, steuern und lenken sind Basisfaktoren erfolgreicher Verkaufsgespräche. Wirtschaftsprofiler Hofmann versucht, im ersten Schritt herauszufinden, wie sein Gegenüber denkt und funktioniert. Virtuelle Kundentypen gelte es mit Bildern, akustisch geprägte Partner mit Worten zu überzeugen. Kinästhetisch tickende Menschen wollen etwas anfassen oder ausprobieren. Der Typenwahl folgt der Weg des Überzeugens. Drei Grundtechniken nennt Hofmann aus seinem Basis-Portfolio:

 

Reziprozitätsprinzip – „geben und nehmen, in den Kunden investieren lohnt sich immer“

Sympathieprinzip – „Spiegeln des Gegenübers, Gemeinsamkeiten entdecken“

Autoritätsprinzip –  „ist am Mächtigsten!“

 

Und ein kleiner Tipp zum Schluss: Wollen Sie, dass Chefs oder Partner keinen tiefen Einblick in Ihr Innerstes erhalten, dann überreichen Sie ihnen ein Foto. Möchten Sie mehr über sich preisgeben, dann gewähren Sie einen Blick in private Räume, am besten das Schlafzimmer, meint Mark T. Hofmann. 

Hier finden Sie die Bildergalerie und den Vortrag im Video.

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